UNITER – Guide

UNITER – Guide

Ich will Wehrsport, weiß aber nicht in welche Gruppe ich gehen soll!

OST:
Du hast Lust mit deinen alten Kameraden aus der Bundeswehr lange Wanderungen durch die schöne Natur zu unternehmen? Schicke Freimaurer-Roben zu tragen und ein bisschen Networking mit CDU-Politikern, Polizisten, Rettungskräften und Veteranen zu betreiben? Dann bist du hier genau richtig. Auch deine nationalistische Einstellung ist hier kein Problem, Politik wird einfach mal ausgeblendet es geht schließlich um Kameradschaft und Verbundenheit. Und natürlich geht es darum etwas Gutes zu tun und Obdachlosen zu helfen.
Allerdings solltest du aufpassen, dass dein tätowierter Ellbogen immer schön versteckt bleibt und falls den doch mal jemand sieht: Das hat was mit alten Religionen zu tun, die fandest du immer schon cool und deshalb hast du dir halt auch eine „schwarze Sonne“ bei einem einschlägig bekannten Tattoo-Studio stechen lassen.

NORD:
Als Söldner, Security-Mitarbeiter, Türsteher, Bodyguard, Verfassungsschützer oder Elite-Soldat bist du im Norden an der richtigen Adresse. Hier findest du wirkliche Freunde die genau wie du die ANTIFA hassen, mit der Rotzgöre Greta nix am Hut haben und auch sonst gerne mal verbal scharf schießen. Hier kriegst du alles Geboten was deinen Lebenslauf abrundet und dir noch ein paar extra Skills für den drohenden Zusammenbruch der BRD verschafft. Auch für eine „Anschlussverwendung“ nach deiner aktiven Dienstzeit bei der ISAF ist hier gesorgt. Wenn es für ASGAARD nicht reicht wird dich mit Sicherheit eines der anderen angeschlossenen Unternehmen unterbringen. Zur Not als private Prügel -pardon- Sicherheitstruppe oder im Werkschutz eines Atomkraftwerkes.
Deine politische Einstellung solltest du aber nicht zu sehr heraushängen lassen, es gibt im Norden tatsächlich Leute, die nicht jeden hasserfüllten Kommentar durchgehen lassen. Aber keine Sorge: Die sind in der Unterzahl.

WEST:
Hier gibt es Frauen! Ja, richtig gehört – aber uffbasse! Wenn du die Falsche ansprichst kloppt dir ein Veteran die Kauleiste ein oder die Dame selbst zerlegt dich mit 2 Schlägen. Ansonsten alles beim Alten: Ein paar Rechtsaußen die gerne mal das „Jul-Fest“ feiern, Personenschützer, Security, Rettungskräfte, Polizei und Veteranen. Ach, und Politiker von der FDP und SPD treiben sich hier rum. Auch Wolf-affine Osmanen, die stich- und schusssichere Maßanzüge herstellen und vertreiben, finden sich hier.

SÜD:
Im Süden hätte die Gruppe mal aufgeräumt werden sollen, oder den Admins war es egal, dass stramm rechtsradikale Gruppenmitglieder dort monatelang herumhängen konnten. Auch die Querfront-Dichte ist hier erschreckend hoch. Zum Glück gibt es aber ein paar Mitglieder die keinerlei politische Orientierung in der Öffentlichkeit zeigen oder sogar „links“ sind. Ansonsten halt wie immer: Soldaten, Polizei, Rettungskräfte, Ausrüster für militärische und zivile Sicherheitskräfte, Detektive, sonstige private Sicherheitskräfte und die „Werte-Union“.

Fazit:
Allen Beteuerungen zum Trotz, keinerlei extremistisches Gedankengut zu tolerieren, bleibt der Verein UNITER Anziehungspunkt für Nationalisten, Rechtsradikale, Tactial-Prepper und Querfront. Eine Unterwanderung durch Rechtsextremisten ist offensichtlich und auch die Verlegung des Vereinssitzes in die Schweiz wird die „Anrüchigkeit“ dieses Vereins nur weiter befeuern. Den Strippenziehern des Vereins scheint das herzlich egal zu sein. Anstatt eine offene Fehlerkultur zu pflegen und sich von fragwürdigen Charakteren wie #Hannibal zu trennen macht man den Laden lieber dicht und verschanzt sich hinter einer Mauer des Schweigens und Arroganz. Man verlangt großspurig die Rehabilitation durch die Verteidigungsministerin, will das MRU-Team (Medical Response Unit) weiter ausbauen, lässt sich zum Ritter schlagen und erweitert das Netzwerk ins Ausland, unter Anderem nach Brasilien und die Philippinen, beides keine freiheitlich demokratischen Regime. Einmal mehr stellt sich uns die Frage wem der Verein eigentlich nützt: Den Mitgliedern oder den Gründern? Verlautbarungen von ehemaligen Mitgliedern lassen zumindest die Vermutung zu, dass der Verein vordergründig dem inneren Kreis als Beschleuniger für das eigene Business dient.

Dieser Artikel basiert auf Grundlage von Recherchen und Datenerhebungen des Recherchekollektivs „Anti-facist filmeditors union – Affeu“.

AFFEU

AFFEU: anti-fascist film editors union - ist ein antifaschistisches Recherchekollektiv. Die Rechercheschwerpunkte liegen auf rechtsextremen Netzwerken, den deutschen Sicherheitsbehörden und Parteien. AFFEU auf Twitter