Die Prepper der Chatgruppe „Nordkreuz“ horteten Waffen und Munition und orderten Leichensäcke und Ätzkalk.

Die Prepper der Chatgruppe „Nordkreuz“ horteten Waffen und Munition und orderten Leichensäcke und Ätzkalk.

Bei einer Razzia bei dem Kopf der Gruppe, Ex-SEK-Mann Marco G. wurden Waffen und Munition sichergestellt.
Nun bestätigt der Sächsische Innenminister Roland Wöller (49,CDU), dass ein Teil der Munition von der Polizei des Freistaats stammt. Wer da zugegriffen hat, ist bislang nicht geklärt.

Das bestätigte der Innenminister jetzt der Linken-Abgeordneten Kerstin Köditz (52) auf Anfrage: „Nach Mitteilung des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern handelt es sich um Munition der Chargennummer 18C0783, Patrone 9mm x 19, Trainingspatrone“, so Wöller. „Die Aufhellung der Umstände, wie die Patronen in den Besitz des Beschuldigten gelangten, ist Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens. Dieses beruht auf einer Anzeige durch das Polizeiverwaltungsamt gegen Unbekannt wegen Verdachts des Diebstahls beziehungsweise der Unterschlagung.“
Das Verfahren ist mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft Schwerin angesiedelt, eigene Ermittlungen der Sachsen gibt es nicht. Für Köditz ein Skandal: „Aus meiner Sicht ist es äußerst beunruhigend, dass bei der sächsischen Polizei zuerst Munition verschwindet, ohne dass es jemand merkt und hinterher niemand in der Lage oder willens ist, die Umstände aufzuklären“, so die Abgeordnete.

Dieser Artikel basiert auf Grundlage von Recherchen und Datenerhebungen des Recherchekollektivs „Anti-facist filmeditors union – Affeu“.

AFFEU

AFFEU: anti-fascist film editors union - ist ein antifaschistisches Recherchekollektiv. Die Rechercheschwerpunkte liegen auf rechtsextremen Netzwerken, den deutschen Sicherheitsbehörden und Parteien. AFFEU auf Twitter